Ausgrabungen in Dassel

Einbeck. Bei der ersten Ausgrabung in Dassel sind die Archäologen fündig geworden. Nahe der St.-Laurentius-Kirche am Kirchplatz, wo die Stadt ein neues Verwaltungsgebäude bauen wird und bislang zwei marode Fachwerkhäuser standen, hat Archäologe Frank Wedekind mit seinem Team auf 800 Quadratmetern Fläche dem Boden Dasseler Geschichte entlocken können. Bei einer öffentlichen Führung erläuterte er interessierten Dasseler Bürgern, was gefunden wurde – beispielsweise Überreste eines zerstörten Kachelofens aus dem frühen 16. Jahrhundert. »Ganze Lehmplatten«, so Wedekind, konnten geborgen werden.

Ein solcher Ofen weist nach Aussage des Archäologen auf einen »gut bürgerlichen Haushalt« hin. Außerdem nachgewiesen wurden Grundrisse zweier verfüllter Keller, die im 17. Jahrhundert aufgegeben worden sind sowie aus dem 13. Jahrhundert stammende Scherbenreste von Tüllenkannen. »Die ältesten Funde stammen aus den Jahren um 1280«, erläuterte er. Zudem wurden weitere Fundstücke um 1500 entdeckt.

Heute werden die Arbeiten abgeschlossen. Die Fundstücke werden nach Reinigung und Dokumentation dem Museum »Grafschaft Dassel« zur Verfügung gestellt.

Morgen soll der Bagger anrücken, und die Bauarbeiten werden starten. Es sei durchaus üblich, nach den Grabungen weiterzubauen. Denn Archäologie, räumte Wedekind ein, sei »konstruktive Zerstörung«. sts Einbecker Morgenpost 19.04.2017
siehe auch Video der Einbecker Morgenpost über den Vortrag des Archäologen Frank Wedekind am 13.4.2017




Dassel.
 Die archäologischen Grabungen nahe des Kirchplatzes in Dassel haben weitere Fundstücke ans Licht gebracht: Neben einem zweiten Ofen wurden viele ausstellbare Funde aus einer Kloake vor dem ersten Ofen geborgen.

Zu nennen sind neben einem weiteren Spinn­wirtel und vielen Keramikfragmenten – unter anderem von Schankgeschirr um 1300 – vor allem mehrere Messer, eine Bronzenadel, ein Fragment einer Feinwaage und ein Zelthering. Archäologe Frank Wedekind datiert alles nach erster Einschätzung in die Zeit um 1500. Schlacke-Brocken lassen zudem auf Metallverarbeitung schließen.

Die Archäologen ­stufen damit die Grabung als durchaus ergiebig an Fundstücken ein. sts Einbecker Morgenpost 20.04.2017

Weitere Informationen erhalten Sie per email: info@dassel-solling.de

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